Wie wollen wir im Alter leben, wie sieht Teilhabe im Alter aus?

Veröffentlicht am 23.11.2015 in Veranstaltungen
 

Veranstaltung SPD Kreisverband Alb-Donau vom 20.11.2015

Alex Kübek-Fill , Landtagskandidat der SPD aus Untermarchtal, moderierte eine hochinteressante Diskussionsrunde mit Hilde Mattheis (MdB), der gesundheitspolitischen Sprecherin der SPD und Frank Köhler, Leiter des Betreuungs- und Pflegezentrums Dornstadt, im  dortigen Cafe Rosengarten.

Der Nachmittag stand unter dem Motto:

 „Wie wollen wir im Alter leben, wie sieht Teilhabe im Alter aus?“

Frank Köhler, der Direktor des Betreuungs- und Pflegezentrums, präsentierte die Entwicklungen im Bereich Betreuung und Pflege anhand der historischen  Entwicklung von der Anstaltspflege bis zu heutigen Modellen wie Gemeinschaftspflegeeinheiten und betreutes Wohnen.  Aus den großen Aufbewahrungsanstalten unter dem Motto „Sauber und Satt“ entwickelte sich durch gesetzliche Vorgaben  ein breites Dienstleistungsangebot. Von Altenhotels für Kurzeiturlaube mit Wellness-Angeboten  bis zu Demenzquartieren mit der nachempfundenen Gestaltung von Räumen, Straßenzügen und Möbeln der Sechziger und Siebziger,  als geschützte Heimbereiche, die dem Bewegungsdrang und der Langzeiterinnerung der Kranken gerecht werden können, reicht die Spannweite der zeitgemäßen Dienstleistungen in der Pflege.

Das Ermöglichen von weitgehend selbstbestimmtem Leben, trotz gesundheitlicher Einschränkungen,  ist das erklärte Ziel des modernen Pflegedienstes.

Das Ziel der Betreuung im Alter sei künftig verstärkt Prävention vor Reha und Pflege, so Hilde Mattheis (SPD).

Die Abschaffung der bisherigen 3 Pflegestufen mit der Beurteilung dessen, was   bei einem Menschen nicht mehr funktioniert und die präzisere Bewertung durch 9 Pflegegrade, mit der  Fokussierung  auf jene Lebensbereiche, die mit Unterstützung noch weiterhin ermöglicht werden sollen,  ist ein Quantensprung in der Pflege.  Niemand wird durch die Änderung weniger Unterstützung erhalten, aber sehr viele mehr, so Hilde Mattheis.  Die bisherige Situation, dass die höchste Pflegestufe zusätzlich den höchsten Eigenanteil zu tragen hatte, wird mit dem neuen Pflegeunterstützungsgesetz enden.

Das geplante Pflegeheim mitten im lebendigen Zentrum von Dornstadt, so Frank Köhler, soll deshalb neben mehreren Wohngruppen mit jeweils 15 Heimbewohnern auch betreutes Wohnen und eine verstärkte Tagespflege ermöglichen.  Kurze Wege zu Fuß ermöglichen so Teilhabe an den kulturellen Möglichkeiten im Ort. Zusätzlich wird 2016 ein ehrenamtlich organisierter Bürgerbus im festen Linienverkehr die Teilhabe der älteren Mitbürger am gesellschaftlichen Leben unterstützen, wie uns anwesende Gemeinderäte in der Diskussionsrunde versicherten. Der Bürgerbus wird auch die Teilorte von Dornstadt mit einbinden und so Arztbesuche, Einkaufsmöglichkeiten oder einfach auch ein Kaffeekränzchen mit Freunden erleichtern.

 

 

 

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